Filme Home

Der Film ist das Medium, auf dem die Fotos in der traditionellen Fotografie aufgezeichnet werden.

Filme können unterschieden werden nach

1. Das Filmformat

Da die Größe der belichteten Fläche für die Qualität der fertigen Fotos von entscheidender Bedeutung ist, ergeben großformatige Filme naturgemäß die besseren Fotos, ob als "Print" (Papierabzug) oder "Dia" (in der Projektion).

Es gibt:

Planfilme, die in der Großbildfotografie in besonderen Aufnahmegeräten in "Kassetten" verwendet werden. Verschiedene Formate, etwa ca. 6,5 cm x 9 cm, 4 x 5 inch u.a.

Rollfilm: üblich ist der Typ 120, der je nach Aufnahmegerät zwischen 6 und 18 Aufnahmen zuläßt (gängige Formate der Aufnahmen: 4,5 x 6 cm, 6 x 6 cm, 6x7 cm, 6 x 9 cm. Die doppelte Anzahl Aufnahmen passen auf den Typ 220 ( nur in besonderen Kameras verwendbar).

Der Rollfilm Typ 127 ist nur noch in wenigen Ausführungen zu erhalten. Er lieferte ein Bildformat von 4 x 4 cm, Kameras für diesen Filmtyp werden nicht mehr angeboten.

Kleinbildfilm: Typenbezeichnung 135/Anzahl Aufnahmen im Format 24 x 36 mm (meist 135/36, aber auch: 135/6, 135/12, 135/24 und andere).

Kleinstbildfilm: Hier ist insbesondere der Minox-Film im Negativ-Format von 8 x ´11 mm zu nennen

Kassettenfilme: (sollten das Filmeinlegen vereinfachen, der Film befindet sich in einer Kassette, die einfach in die Kamera gelegt wird.

1. Pocketfilme Typ 110, geeignet für die nicht mehr üblichen Pocketkameras, Negativ-Format 13 x 17 mm

2. Pakfilme Typ 126, geeignet für die ebenfalls nicht mehr gängigen Pak-Kameras ("Instamatic" =Kodak-Markenname) mit dem Negativformat 28 x 28 mm

3. Rapid-Film (obwohl keine Kassette, sondern eine besondere Form der Filmpatrone) , Negativ-Format wie KB, also 24 x36 mm, kaum noch zu erhalten.

APS-Film: "Modernes" Filmsystem für die APS-Kameras, die Patrone wird einfach in das Filmfach eingelegt und genauso wieder herausgenommen. Der Film bleibt (auch nach der Entwicklung) in der Patrone. Deshalb bei einigen APS-Kameras auch "Mid-Roll-Change"= Filmwechsel teilbelichteter Filme möglich. Magnetschicht auf der Rückseite, die Informationen zur Aufnahme und zur gewünschten Positiv-Verarbeitung erlaubt. Negativ-Format = 16,7 x 30,2 mm.

2. Die Farbe bzw. Nicht-Farbe

Unterschieden wird zwischen Farb-Film und Schwarz-weiß-Film

Durch Farbkuppler in den Farbfilmen wird ein negatives (in Gegenfarben, Komplementärfarben) oder positives (Originalfarben) Bild auf dem Film erzeugt. Farb-Negativ-Filme werden heute meist für den Prozess "C41" hergestellt und in Großlabors oder sogenannten "Minilabs" entwickelt. Farb-Dia-Filme erfordern den Standard Prozess "E6" für die Entwiclung und werden ebenfalls üblicherweise in Großlabors entwickelt.

Schwarz-weiß-Filme können gut selbst verarbeitet werden und erfreuen sich deshalb bei Hobbyfotografen großer Beliebtheit. Sie liefern ein schwarz-weiß-Negativ in Komplementärfarben, die selteneren Dia-Filme ein s/w-Dia.

Heute gibt es auch s/w-Filme für den Prozess C41, die wie die Farbfilme in Großlabors entwickelt werden. Prints (Abzüge) hiervon aus dem Großlabor sind aber selten rein schwarz-weiß ausgefiltert, weil die Maschinen auf Farbfotos eingestellt sind.

3. Negativ - Positiv

Negativ-Filme bieten ein Negativ in Komplementärfarben und erfordern "Prints" (Abzüge) um betrachtet zu werden, lassen sich aber leicht und gut zu Abzügen (fast) aller Größen verarbeiten.

Dia-Filme (Positiv-Filme) bieten ein farbrichtiges Bild als Ergebnis und können gerahmt und projiziert werden. Die Ergebnisse sind in der Regel von höherem Kontrast als Negative. Deshalb sind Papierabzüge von Dias nicht so detailreich wie solche von Negativfilmen.

4. Die Empfindlichkeit

Bei welchem Licht kann man noch (ohne Blitz) fotografieren? Das hängt von der Lichtstärke des Kameraobjektivs und besonders von der Filmempfindlichkeit ab.

Die Empfindlichkeit wird heute in ISO angegeben. Die folgende Tabelle zeigt dazu die ASA-Zahl und die DIN-Zahl, die geminsam den ISO-Wert angeben. Eine Verdoppelung der ASA-Zahl entspricht einer Erhöhung um 3 DIN und einer Verdoppelung der Empfindlichkeit. Spalte 3 gibt den möglichen Verwendungszweck an, Spalte 4 Zeigt die Codierung des "DX"-Codes auf Kleinbild-Patronen an. Kameras mit 4 Fühlern können nur 50 ISO und weiter alle glatten 100er ASA Werte lesen, für Zwischenwerte ist ein 5. Fühler in der Kamera erforderlich. Die weitere (untere) Reihe gibt Auskunft über Filmtyp und Belichtungsspielraum.
 
 

ASA DIN Verwendung Code (obere Reihe, wenn Spulenkern links zu sehen)
25 15 besondere Schärfe und Feinkörnigkeit, für hohe Ansprüche
           
32 16  
           
40 17  
           
50 18  
           
64 19  
           
80 20  
           
100 21 Standard-Film bei ausreichendem Licht
           
125 22  
           
160 23  
           
200 24 Auch bei trübem Wetter im Freien Aufnahmen möglich
           
250 25  
           
320 26  
           
400 27 Allround-Film, wenn Körnigkeit keine Rolle spielt
           
500 28  
           
640 29  
           
800 30 geeignet für die lichtschwachen Zoom-Kompakt-Kameras
           
1000 31  
           
1250 32  
           
1600 33 Konzert-Aufnahmen bei vorherrschendem Licht
           
2000 34  
           
2500 35  
           
3200 36 In Kneipen und nächtliche Straßenscenen
           
4000 37  
           
5000 38  
           

Also Quizfrage: Welche ISO Zahl hat dieser Film?  Antwort

5. Die Entwicklung

Wenn ein Film belichtet ist, enthält er "latente" Bilder, d. h. er muß erst entwickelt werden, damit die Bilder sichtbar werden.

Dafür git es je nach Filmart spezielle Prozesse. Farb-Negativ-Filme werden heute standardmäßig im C 41-Prozess im Großlabor entwickelt. (Selbstverarbeitung im Heimlabor ist meist nicht zu empfehlen).

Dia-Filme werden ebenfalls im Großlabor im E6-Prozess entwickelt und auf Wunsch gerahmt als vorführfertiges Dia geliefert. Auch hier ist Selbstverarbeitung nicht zu empfehlen.

Hat man den Film - absichtlich- abweichend von seiner Empfindlichkeit belichtet, so kann dieser im "Push"-(oder"Pull"-)Verfahren entsprechend entwickelt werden.

Schwarz-weiß-Filme (nicht solche für den C41-Prozess oder S/w-Diafilme) können nach einiger Erfahrung und bei entsprechender Anleitung im Heimlabor entwickelt werden. Dabei ist der zum Film passende Entwickler zu wählen und dieser nach den Vorschriften des Herstellers zu verarbeiten. Abeichungen von den Standardwerten erfordert einige Erfahrung.

Die Möglichkeit, am Tage aufgenommene Bilder am Abend schon als "Print" vorliegen zu haben, ist faszinierend!


 
 

Last updated 25.10.99